Grundsätzliche Fragen

Die Kosten für die Anschaffung eines Elektro- oder Hybridfahrzeugs liegen durch den noch sehr teuren Akku höher als bei herkömmlichen PKWs. Dafür fallen viele Inspektionskosten, wie Ölwechsel, bei einem rein elektrisch betriebenen Fahrzeug nicht an. Zusätzlich befreit der Gesetzgeber nach § 3d KraftStG reine E-Autos für 10 Jahre von der Kfz-Steuer ab Datum der Erstzulassung, die nach gegenwärtigem Stand des Gesetzes spätestens bis zum 31.12.2020 erfolgen muss. Nach Ablauf der 10 Jahre gibt es nach aktuell eine Ermäßigung für E-Autos um 50% (§ 9 Abs. 2 KraftStG).

Siehe: https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Steuern/Verkehrsteuern/Kraftfahrzeugsteuer/Steuerverguenstigung/Elektrofahrzeuge/elektrofahrzeuge_node.html

Für Dienstfahrzeuge gibt es noch ein weiteres Privileg: Seit Anfang 2020 müssen E-Autos nur noch mit 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises versteuert werden, sofern ihr Listenpreis unter 40.000 Euro liegt. Hier greift § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 3 des Einkommenssteuergesetz.

Plug-in Hybride werden weiterhin pauschal mit 0,5 Prozent des Listenpreises versteuert, wenn das Fahrzeug 40 km rein elektronisch zurücklegen kann (ab 2022 gelten 60 km und ab 2025 gelten 80 km) oder maximal 50 Gramm CO2 pro km ausstößt nach der neuen WLTP-Norm.

Der Satz für Verbrenner liegt dagegen mit 1 Prozent doppelt so hoch. Aktuell muss auch das Laden der Fahrzeuge beim Arbeitgeber nicht als geldwerter Vorteil versteuert werden.

Es gibt Fördermittel über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Für Neufahrzeuge, die nach dem 03. Juni 2020 zugelassen wurden, wird eine erhöhte Prämie im Rahmen des Konjunktur Programms gewährt. Diese „Innovationsprämie“ ist zunächst befristet bis zum 31.12.2021.
Folgend finden Sie eine Übersicht der neuen Fördersätze:

Fahrzeugtyp

Netto-Listenpreis Basismodell

Bundesanteil (verdoppelt)

Herstelleranteil (netto)

Gesamt (netto)

Elektroauto

bis 40.000 €

6.000 €

3.000 €

9.000 €

Elektroauto

über 40.000 € bis 65.000 €

5.000 €

2.500 €

7.500 €

Plug-In-Hybrid

bis 40.000 €

4.500 €

2.250 €

6.750 €

Plug-In-Hybrid

über 40.000 € bis 65.000 €

3.750 €

1.875 €

5.625 €

Quelle: Bafa. Es gilt der Netto-Listenpreis in Deutschland
Die neue Förderung gilt rückwirkend für nach dem 03. Juni 2020 zugelassene Neufahrzeuge.

Voraussetzung für die Förderung ist, dass der Netto-Listenpreis des Basismodells 65.000 € nicht überschritten wird. Der Herstelleranteil bleibt von der Erhöhung der Kaufprämie unberührt. Durch den Händlernachlass ergibt sich noch eine Einsparung an Mehrwertsteuer von bis zu 570 € (bzw. 480 € bei 16 %) bei dem maximalen Förderbetrag. Die CO2-Emissionen des Hybridfahrzeugs dürfen den Richtwert von 50 Gramm pro Kilometer nicht übersteigen (Alle Angaben ohne Gewähr; Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle sowie Bundesanzeiger, Stand 01.07.2020). Eine Liste der förderfähigen Fahrzeuge und viele weitere Informationen stellt das BAFA auf der Internetseite unter dem Punkt Energie => Elektromobilität bereit.

Klimaschutz-Förderprogramm Land Schleswig-Holstein

Das Förderprogramm "Klimaschutz für Bürgerinnen und Bürger" wird im Herbst 2020 mit neuen Förderanreizen fortgesetzt. Aktuell ist keine Anstragsstellung möglich. Weitere Infos finden Sie hier:
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/Themen/UmweltNatur/Klimaschutz/_documents/wallbox.html

Die benötigte Reichweite hängt ganz von Ihren persönlichen Anforderungen ab. Möchte ich nur 1 – 2 Mal die Woche damit zum Einkaufen fahren, muss ich täglich eine mittlere Strecke pendeln oder will ich gar mit dem Fahrzeug in den Urlaub fahren? Die Hersteller bieten für die unterschiedlichen Fahrzeugtypen oftmals verschiedene Akkukapazitäten an. Je nach Motorisierung und Ausstattung des Fahrzeugs mit sonstigen elektrischen Verbrauchern ergibt sich daraus eine Reichweite nach WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure), die von den Herstellern angegeben wird. Die tatsächliche effektive Reichweite hängt dann vom Fahrverhalten und den genutzten elektrischen Verbrauchern sowie natürlich von der Kapazität der Batterie ab, die mit der Zeit abnimmt. Viele Fahrzeuge bieten auch einen Eco-Modus an für den sparsamen Betrieb, welcher zum Beispiel durch Begrenzung der Motornennleistung und Bremsenergierückgewinnung erzielt wird. Wie bei jedem anderen Fahrzeug wirkt sich eine vorausschauende, gleichmäßige Fahrweise sparsam auf den Verbrauch aus. Wie bei konventionellen Fahrzeugen mit Treibstoff ist jedoch die vom Hersteller angegebene Reichweite zumeist höher als die im Realbetrieb, beispielsweise in Tests des ADAC, gemessene.

Im Betrieb ist das reine Elektrofahrzeug emissionsfrei. Dies ist besonders von Vorteil in belasteten Innenstädten mit einem hohen Verkehrsaufkommen. Natürlich entstehen auch bei der Herstellung des Fahrzeugs und des Akkus CO2-Emissionen, weshalb der Austausch eines nicht allzu alten Fahrzeugs im Sinne der Ökobilanz und natürlich auch wirtschaftlich gründlich abgewogen werden sollte. Die CO2 -Bilanz im Betrieb hängt maßgeblich vom Strommix im gewählten Produkt ab. Mit unseren Naturstromprodukten fahren Sie CO2-frei, während bei unseren konventionellen Produkten CO2 – Emissionen in Höhe von 243 g/kWh freigesetzt wurden in 2018. Über die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet ist jedoch auch die Produktion von Ökostrom selbstverständlich nicht frei von CO2 – Emissionen denn die Windräder, Wasserkraftwerke, etc. müssen auch hergestellt, gewartet und irgendwann recycelt oder entsorgt werden. Dennoch erreichen Sie unter dem Strich eine deutliche Verbesserung der Bilanz Ihres E-Fahrzeugs bei der Ladung mit Ökostromprodukten.