Fragen zum Netzanschluss

Die benötigte Ladeleistung hängt von Ihrer nachzuladenden Batteriekapazität und dem verfügbaren Ladezeitfenster ab. In privaten Haushalten steht häufig die gesamte Nacht für den Ladevorgang zur Verfügung, so dass eine geringere Ladeleistung von deutlich unter 11 kW in den meisten Fällen ausreichend ist. Dies schont auch die physikalisch begrenzten Ressourcen, da die Netze schlicht und ergreifend aktuell nicht dafür ausgelegt sind, dass jeder Haushalt bspw. eine 22 kW - Ladevorrichtung oder größer betreibt. Eine Ladevorrichtung in dieser Größenordnung oder darüber hinaus bedarf jedoch grundsätzlich einer Genehmigung durch den Netzbetreiber (siehe Frage 5).

Erforderlich ist in jedem Fall die Prüfung durch einen Elektroinstallationsbetrieb Ihrer Wahl, ob die benötigte Ladevorrichtung in Ihre Hausinstallation zu integrieren ist. Gerne können Sie unter Angabe der benötigten Ladeleistung und Ihren persönlichen Daten auch bei unserem Netzbetrieb Strom bereits die Netzverträglichkeitsprüfung beantragen. Dieser wird dann entsprechend Ihr Vorhaben individuell aus Netzsicht hinsichtlich der Umsetzbarkeit und erforderlichen technischen Maßnahmen prüfen, auf deren Basis dann ein Angebot unterbreitet werden kann.

Auch der technische Zustand Ihres Sicherungskastens ist von großer Relevanz bei der geplanten Erweiterung um einen derart großen Abnehmer mit einer starken punktuellen Mehrbelastung. Initial muss der Elektroinstallateur eine gründliche Begutachtung vornehmen und ggf. erst den notwendigen Stand der Technik herstellen.

Dies hängt von der Auslastung Ihres bereits vorhandenen Netzanschlusses und der benötigten zusätzlichen Ladeleistung des avisierten Fahrzeugs ab. Der erste Weg sollte daher zu einem eingetragenen Elektroinstallationsbetrieb Ihrer Wahl gehen. Durch einen neuen Netzanschluss oder auch eine notwendige Leistungserhöhung des vorhandenen Anschlusses kommen zwangsläufig Mehrkosten auf Sie zu. Daher sollten Sie sich zuerst anhand Ihrer Präferenzen für ein bestimmtes Auto und Ihrem gewünschten Lade- und Nutzungsverhalten im Klaren sein, um das optimale Kosten- / Nutzenverhältnis zu ermitteln.

Ja, gemäß §19 Abs. 2 NAV (Niederspannungsanschlussverordnung) ist jede Ladeeinrichtung für Elektrofahrzeuge dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme durch einen eingetragenen Elektroinstallateur über das Anmeldeformular anzumelden. Bei einer Ladeleistung größer als 12 kW Bedarf es sogar der Zustimmung des zuständigen Netzbetreibers. Dies dient letztlich dem Schutz aller Stromabnehmer vor Netzausfällen durch zu starke punktuelle Mehrbelastungen des Stromnetzes. Gerne prüfen wir Ihren geplanten Ladepunkt vorab über unsere Netzverträglichkeitsprüfung. Nach Fertigstellung der Installation Ihrer Ladevorrichtung schicken Sie oder Ihr Installateur die Inbetriebsetzungsanzeige an uns.
Betreiber von öffentlich zugänglichen Ladepunkten müssen zusätzlich der Bundesnetzagentur als Regulierungsbehörde Aufbau, Außerbetriebnahme, öffentliches Zugänglichwerden und Betreiberwechsel von Ladepunkten anzeigen. Ein Anzeigeformular und weitere Details hierzu stellt die Bundesnetzagentur unter diesem Link bereit.