Fragen zum Ladevorgang / den Lademöglichkeiten

Möglich wäre nach Überprüfung durch einen Elektriker auch die Ladung an der 230 -V-Haushaltssteckdose, die bis 16 Ampere abgesichert ist. Die mögliche maximale Ladeleistung an einer einzeln abgesicherten Steckdose liegt damit bei 3,68 Kilowatt. Die mögliche dauerhafte Belastung hängt jedoch auch stark von der Qualität der verwendeten Materialien ab. Die zusätzliche Belastung durch den Ladevorgang sollte vorher in jedem Fall genau untersucht werden, da eine zu starke Dauerbelastung zu Schäden an der Hausinstallation oder im schlimmsten Fall zu einem Kabelbrand führen kann. Auch die gleichzeitige maximale Last in Ihrer gesamten Hausinstallation ist darüber hinaus zu berücksichtigen. Verfügen Sie demgegenüber am gewünschten Standort des Autos bereits über eine Drehstromsteckdose (400V / 16 A) ließe sich das E-Fahrzeug ggf. bereits darüber ausreichend schnell laden. Dennoch bedarf es unter anderem einer zusätzlichen Absicherung durch einen allstromsensitiven FI-Schutzschalter, Typ B oder eines FI-Schutzschalter Typ A mit EV Gleichstromerkennung, jeweils in einem eigenen, abgesicherten Stromkreis sowie eines Leitungsschutzschalters mit Auslösecharakteristik C. Wallboxen einiger Hersteller enthalten diese Komponenten bereits und umgehen eine mitunter platztechnisch unmögliche Erweiterung des Sicherungskastens. Die genauen Spezifikationen kann Ihnen der Elektriker nach Begutachtung der Anlage nennen.

Es gibt grundsätzlich Ladevorrichtungen für die Wandmontage, sogenannte Wallboxen, und stationäre Ladesäulen, die primär für den Außenbereich gedacht sind. Die Wallboxen benötigen im abgeschlossenen Bereich keine Zugangsberechtigung, während im Außenbereich eine Zugangsberechtigung über einen Schlüssel oder eine RFID-Karte vorgesehen werden sollte, um unbefugte Nutzung zu unterbinden. Die Akkus der Fahrzeuge werden grundsätzlich mit Gleichstrom geladen. Am Hausanschluss steht allerdings Wechselstrom zur Verfügung. Ein entsprechender Gleichrichter und Ladeelektronik findet sich in den oftmals in den Fahrzeugen, um diese direkt an Wechselstromladestationen zu laden. Wenn ein solcher Gleichrichter nicht im Fahrzeug vorhanden ist, muss die Ladevorrichtung diesen enthalten. Die Ladeleistungen mit Gleichstrom (DC) oder Wechselstrom (AC) reichen bis 22 kW (Normalladung) und darüber bei sogenannten Schnellladevorrichtungen. Im Haushaltsbereich mit einem langen Zeitfenster zur Ladung nachts ist eine Leistung von 11 kW jedoch in den meisten Fällen absolut ausreichend. Auf größere Ladeleistungen hat ein Haushalt auch keinen grundsätzlichen Anspruch, sondern es Bedarf der Vorabprüfung und Genehmigung durch den Netzbetrieb (siehe Frage 5 unter „Fragen zum Netzanschluss“).

Die Entwicklung der Motoren und Akkus elektrisch betriebener Autos schreitet merklich voran. Mit größerer Reichweite des Fahrzeugs und Motornennleistung steigt die notwendige Akkukapazität der Fahrzeuge.

Mit der Faustformel Akkukapazität / Ladeleistung lässt sich die ungefähr benötigte Ladedauer in Stunden leicht berechnen. Der Ladevorgang verläuft jedoch nicht linear, das heißt, die benötigte Zeit je Anteil noch aufzuladender Akkukapazität steigt ab einem bestimmten Ladeniveau. Typischerweise benötigen die letzten 20% der Ladekapazität relativ lange gegenüber den ersten 80%.

Beispielrechnung: 22 kWh Akkukapazität / 11 kW Ladeleistung ~ 2:00 h Ladedauer bei vollständig entleertem Akku.

Gegenüber Nickel-Cadmium-Akkus tritt bei den modernen und aktuell in den Fahrzeugen verwendeten Lithium-Ionen-Akkus nur ein sehr kleiner Memory-Effekt auf. Daher ist es nicht notwendig, den Akku leer zu fahren bevor der neue Ladevorgang gestartet wird.  Laut einer Untersuchung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW) aus dem Jahr 2001 kann die Akku-Lebensdauer im Gegenteil durch Teilentladungen sogar deutlich gesteigert werden. Jedoch sollte der Akku nach deren Untersuchungen nach etwa 50 Teilladezyklen vollständig entladen werden, um die Lebensdauer zu maximieren.

Viele Hersteller liefern werksseitig für die Notladung sogenannte Mode 2 - Ladekabel für den Anschluss an eine gewöhnliche Haushaltssteckdose mit. Für die direkte Verbindung zwischen E-Auto und Ladevorrichtung gibt es sogenannte Mode 3 – Ladekabel. Der Typ 2- Stecker hat sich hier als Standard in Europa durchgesetzt. Letztere gibt es auch als Combo-Stecker (Combined Charging System: CCS), die eine Schnellladefunktion über Gleich- oder Wechselstrom (DC / AC) bis 170 kW unterstützen. Das Schnellladesystem CHAdeMO erlaubt Ladevorgänge bis 100 kW und ist kompatibel mit einigen französischen und japanischen Fahrzeugen.

Sehr gut geeignet für die Ladung Ihres E- / Hybridfahrzeugs in Netzgebiet Kronshagen (ggf. auch am gemeinsamen Anschluss mit dem allgemeinen Haushaltsbedarf) ist unser neues Sonderprodukt „Ladestrom Natur“, denn Sie laden hiermit 100% zertifizierten Ökostrom ohne Freisetzung von CO2-Emissionen. Wenn Sie Ihren Zähler um eine Tarifschaltuhr erweitern, können Sie von einem reduzierten Arbeitspreis in der Nebenzeit für die Ladung Ihres Fahrzeugs profitieren. Unter diesem Link finden Sie weiterführende Informationen zu dem Produkt.

Die Kosten hängen vom Ladezustand des Akkus und der Kapazität des Akkus sowie dem gewählten Stromprodukt ab. Da die Akkus mit Gleichstrom geladen werden müssen, treten zusätzlich noch Umwandlungsverluste auf, da Ihr Hausanschluss mit Wechselstrom beliefert wird. Diese belaufen ja nach Modell sich auf ca. 10 - 15%.

Rechenbeispiel bei CO2-freiem Strombezug über „Ladestrom Natur“ ohne Berücksichtigung des ohnehin anfallenden Grundpreises:

Angenommene Akkukapazität = 40 kWh

Angenommene Umwandlungsverluste = 10%

Arbeitspreis im Produkt „Ladestrom Natur mit Eintarifmessung 2019  = 26,60 ct/kWh

Kosten Vollladung bei Eintarifmessung: 40 kWh * 1,1 * 0,2660 €/kWh = 11,704 € (brutto)

Arbeitspreis im Produkt „Ladestrom Natur mit Zweitarifmessung in der Schwachlastzeit (NT) 2019 = 25,35 ct/kWh

Kosten Vollladung in der Nebenzeit mit Zweitarifmessung: 40 kWh * 1,1 * 0,2535 €/kWh = 11,154 € (brutto)

Gegenwärtig gibt es leider noch keine öffentliche Möglichkeit, sein E-Auto in Kronshagen zu laden. Die Realisierung von 3 Doppel-Ladepunkten ist jedoch durch die Gemeinde Kronshagen in Zusammenarbeit mit den Versorgungsbetrieben Kronshagen in Planung. Wir werden Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden halten.